Egerland / Lipnosee / Mondsee / Chiemsee

Start zur Dreiländer-Tour

Sonnabend, 28. Mai

Nach unserer Holland-Tour im April sind wir heute zu unserer ca. vierwöchigen Frühsommer-Tour aufgebrochen. Sie soll uns durch Tschechien, Österreich und Süddeutschland führen. Das erste Etappenziel ist das westböhmische Bäderdreieck um Karls-, Franzen- und Marienbad. Unseren Campingplatz "Vaclav" in Cheb (Eger) erreichen wir nach einem kleinen Umweg durch das Vogtland und einem Zwischenstopp an der Göltzschtalbrücke bereits gegen Mittag. Das Einchecken in Cheb verläuft problemlos und schnell ist unser Camp etwas oberhalb des Jesenice-Sees aufgebaut. Der Campingplatz "Vaclav" bietet uns puren Camper-Luxus, den wir uns mit dem ACSI-Card-Rabatt etwa für eine Woche gönnen wollen.

Kloster Waldsassen

 Montag, 30. Mai

Tief "Elvira" hat uns über Nacht mit heftigem Starkregen und Windböen zwischen acht und zehn bedacht. Auch am Vormittag schieben sich weitere dunkle Wolken über den Kamm des Böhmerwaldes. Wir fahren dennoch über die Landesgrenze ins benachbarten Waldsassen (Bayern) und besichtigen dort die Basilika des örtlichen Kloster.

 Käffchen in Marienbad

Montag, 30. Mai

Zurück in Tschechien fahren wir durchs schöne Egerland in Richtung Marienbad. Auf halber Strecke machen wir in Dolní Žandov (Untersandau) halt und essen in der ziemlich runter gekommenen Dorfkneipe zu Mittag. Weiter gehts nach Marienbad. In der mondänen tschechischen Kurstadt lässt es sich auch trotz einiger Regenschauer angenehm flanieren und äußerst preiswert Kaffee trinken. Auf dem Rückweg frischen wir im Kaufland unsere Biervorräte auf und sind zur Abendbrotszeit wieder zurück im Camp.

Alltag am Jesnice

Dienstag, 31. Mai

Mit dem Camping am See "Vaclav" haben wir es bestens getroffen. Der Platz bietet alles, was man als "Normalo-Camper" an Ausstattung erwartet - vielleicht auch noch ein bisschen mehr. Davon haben wir uns bei unserem Rundgang ausgiebig überzeugt und beim besten Willen nichts zum meckern gefunden. Einzig die Tatsache, dass man mit der ACSI-Card keinen Anspruch auf eine der vorderen Plätze am See hat, finden wir nicht so prickelnd. Aber auch von unserem, etwas oberhalb des Sees gelegenen Stellplatz haben wir einen schönen Blick über den "Jesnice".

Loket - das böhmische Rothenburg

Mittwoch, 1. Juni

Nach dem gestrigen "Ruhetag" steht heute ein Ausflug in das Städtchen Loket auf dem Programm. Obwohl wir bemüht sind, die vignettenpflichtige Autobahn nach Karlovy Vary (Karlsbad) zu meiden, landet wir dank unserer völlig desorientierten Navitöse doch auf der Autobahn. An der nächsten Tanke ist somit die für 10 Tage gültige Vignette fällig. In Loket scheint, ähnlich wie in Rothenburg ob der Tauber, die Geschichte stehen geblieben zu sein. Wir bummeln durch die liebevoll sanierte Altstadt unterhalb der mächtigen Burg und nehmen anschließend den Aufstieg und die Besichtigung der Burg (Hrad Loket) in Angriff.

Unser Aufenthalt in diesem sehenswerten Städtchen endet mit einem landestypischen Essen im "Hotel Goethe". Der Namensgeber dieser Herberge hat Loket zu Lebzeiten sehr oft aufgesucht. Auf der Rückfahrt geraten wir in einem heftigen Starkregen. Wieder im Camp versuchen wir erstmal unser völlig durchnässtes Inventar halbwegs trocken zu legen, bevor wir den schönen Tag bei einigen geistigen Getränken ausklingen lassen.

Sonne und Regen in Cheb

Donnerstag, 2. Juni

Gegen Mittag kann sich endlich die Sonne gegen den zuvor stark bewölkten Himmel durchsetzen. Wir nutzen die vermulich wieder einmal sehr kurze Schönwetterperiode und fahren mit dem Auto ins ca. 4 Kilometer entfernte Cheb. Auch Cheb hat eine äußerst attraktive Altstadt. Wir bummeln vom großflächigen Markt hinunter an die Eger und landen am frühen Nachmittag wieder einmal in einer der zahlreichen Gaststätten mit ihrem aus deutscher Sicht sehr guten Preis-Leistungsverhältnis. Als dann wieder dunkle Wolken aufziehen beeilen wir uns, um im örtlichen Kaufland noch einige wichtige Lebensmittel und Getränke einzukaufen. Abends wird es dann wieder schön, so dass wir noch bis zum Einbruch der Dunkelheit vor dem Wohnwagen sitzen können

Fahrt nach Südböhmen

Sonnabend, 4. Juni

Obwohl es über Nacht wieder geregnet hat, können wir unsere Sachen am Vormittag halbwegs trocken verpacken. Die Fahrt von Cheb ins südböhmische Frymburk verlangt gute Kartenkenntnisse, weil das geborgte Navi einige neue Straßen nicht auf dem Schirm hat. Straßen erster bis dritter Ordnung wechseln einander ab. Auf der Autobahn A 5 vorbei an Pilsen nehmen wir Kurs auf den Böhmerwald, wo wir bis auf fast 1000 Meter hinauf müssen, bevor wir am späten Nachmittag nach fast 300 km unser Tagesziel am Lipno-Stausee erreichen.

Auf Frymburk-Camping treffen wir bis auf wenige Ausnahmen auf Camper aus Holland. Unseren ursprünglich gebuchten Platz tauschen wir gegen einen Platz in erster Reihe am See ein. Im Gegensatz zum Vaclav-Camping bauen wir hier unser Vorzelt auf, ohne zu ahnen, wie wichtig das am Folgetag werden sollte.

Sonne, Hagel, Blitz und Donner

Sonntag, 5. Juni

Mit Blitz, Donner und Hagel hat uns Petrus den Sonntag im wahrsten Sinne des Wortes verhagelt. Und das in mehrfacher Hinsicht, weil sich nämlich gleich mehrere Gewitter in relativ kurzen Abständen über dem Lipno-See ein Stelldichein geben. Der sintflutartige Starkregen sorgt dafür, dass wir mit unserem dicht am Wasser gelegenen Stellplatz buchstäblich baden gehen und schon nach kurzer Zeit in unserem Vorzelt knöcheltief im Wasser stehen. Gegen Nachmittag klärt es sich allmählich wieder auf und die Sonne lacht schon bald wieder vom Himmel, so dass der Sonntag trotz dieser Wetterkapriolen noch ein versöhnliches Ende nimmt.

Platzwechsel auf Camping Frymburk

Montag, 6. Juni

Wegen der heftigen Unwetter von gestern ziehen wir heute auf einen höher gelegenen Platz um, nachdem uns der Platzinhaber persönlich mit dem Trecker von unserem völlig durchnässten Platz gezogen hat. Nun stehen wir fast genau auf dem Platz, der bereits zuhause unser Favorit bei unserer Recherche im Internet war. Auf den zum Ufer terrassierten Plätzen stehen wir ganz allein in der "vierten Etage" und haben von hier aus einen fantastischen Ausblick auf den See und hinüber nach Frymburk. Im Laufe des Tages gesellt sich noch ein Paar aus Franken zu uns, die in ihrem campingfreundlichen Kleinbus  sogar zwei große Bikes an Bord haben. Der erste Abend auf dem neuen Stellplatz geht mit Würstel vom Grill und tschechischen Bier zuende.

Historisches Cesky Krumlov

Dienstag, 7. Juni

Wettermäßig kündigt sich heute ein super Tag an. Kein Wölkchen zeigt sich am strahlend blauen Himmel. Nach einem ausgiebigen Frühstück vor dem Vorzelt machen wir uns reisefertig und fahren mit dem Auto durch eine wunderschöne Landschaft ins etwa 20 Kilometer entfernte Cesky Krumlov (Krummau). Beim Bummel durch die Altstadt merken wir recht schnell, warum diese zum Weltkulturerbe zählt. Entsprechend groß ist auch der touristische Ansturm. Vor allem fotogeile Touristen aus Fernost posieren vor den schönsten Punkten der Stadt. In einem Restaurant an der vorbei rauschenden Moldau gönnen wir uns ein sehr gutes Mittagessen aus dem oberen Preissegment. Nach einem Großeinkauf im Kaufland sind wir rechtzeitig im Camp zurück, um gerade noch bis zu deren Untergang die Abendsonne genießen zu können.

Radtour am Lipnosee

Mittwoch, 8. Juni

Der Tag beginnt mit viel Sonne. Wir lassen es anfangs recht ruhig angehen und machen es in unseren Liegestühlen bequem, von wo aus man herrlich das muntere Treiben an der Fähre beobachten kann. Am frühen Nachmittag starten wir zu einer Radtour auf dem bestens ausgebauten Radweg am See entlang in Richtung Lipno. Anfangs meint es das Wetter noch gut mit uns, erst auf der Moldau-Staumauer hinter Lipno werden wir von einem Regenschauer überrascht, der uns zu einer kleinen Pause zwingt. Danach radeln wir munter weiter und erreichen hinter Predny Viton nach etwa 20 Kilometern in Frýdava die Fähre, die uns hinüber nach Frymburk bringt. Hier krönen lecker Kaffee und Torte diesen schönen Tag, den wir am Wohnwagen mit einem 97er Piesporter Goldtröpfchen ausklingen lassen.

Adieu Südböhmen, es geht's weiter

Sonnabend, 11. Juni

Nach einer Woche am "Böhmischen Meer" heißt es Abschied nehmen vom schönen Campingplatz Frymburk. Da wir unser Vorzelt bereits gestern abgebaut haben, brauchen wir morgen nur wenige Minuten, um die Fahrbereitschaft herzustellen.

Wir zahlen für die 7 Übernachtungen 125 Euro (ACSI-Tarif), einschließlich Kurtaxe, bitten Platzchef Wilzing morgen früh unseren Wohnwagen von unserem herrlichen Stellplatz zu holen. . Unser morgiges Etappenziel ist das Salzburger Seenland, wo wir uns nach telefonischer Voranmeldung im Camp Mondsee Land bereits einen Stellplatz gesichert haben. In Linz ist ein längerer Aufenthalt geplant, falls es uns gelingt, mit unserem Gespann auf einem zentrumsnahen Großparkplatz am Donauufer parken zu können........

Von Tschechien ins Ösiland

Sonntag, 12. Juni

Pünkt 8 Uhr starten wir zu unserer nächsten Etappe. Bis zur Grenze nach Österreich sind es nur 30 Kilometer und von dort aus weitere 30 Km bis Linz. Hier können wir unser Gespann kostenfrei auf dem Urfahranermarkt, einem Großparkplatz am Donau-Ufer, abstellen. Das Zentrum von Linz erreichen wir über die nahe Donaubrücke. Hier lassen wir uns erstmal ein im wahrsten Sinne des Wortes ein fürstliches Frühstück in der "kaiserlichen und königlichen Hofbäckerei" schmecken. Nach einem Stadtbummel durch die uns von unserer Radtour 2010 noch gut bekannte Innenstadt fahren wir weiter auf Salzburg zu und erreichen unser Ziel "Camp Mondsee Land" bei leichtem Regen. Der Empfang in der Rezeption ist freundlich und bleibt es auch, obwohl wir mit der kurzfristigen Platzverlegung in den B- und C- Bereich  nicht einverstanden sind. Letztendlich bekommen wir doch noch den ursprünglich bestellten Platz dierekt an einem kleinen Weiher zugewiesen, wo wir unseren Wohni plus Vorzelt bei leichtem Nieselregen in Stellung bringen. Der erste Eindruck von diesem Campingplatz ist ausnahmslos positiv!

Im Camp Mondsee Land

Sonntag, 12. Juni

Der Wetterbericht lässt für die nächsten Tage wenig Gutes ahnen. Zwar zeigt sich die Sonne hin und wieder am Himmel, bevor dunkle Regenwolken den nächsten Schauer ankündigen. Wir nehmen es gelassen, zumal wir ohnehin keine Sonnenanbeter sind. Der Regen gibt uns die Gelegenheit, unsere Reisenotizen wieder auf den aktuellen Stand zu bringen. Darüber hinaus gilt es viele Bilder zu sichten und in unser Urlaubsalbum "upzuloaden". Für uns ist heute eigentlich Bergfest, den nach den 14 Tagen in Tschechien wollen wir diese Woche in Österreich und die kommende in Bayern verbringen. Bei einem Rundgang über den Platz stellen wir fest, dass das "Camp Mondsee Land" die Ansprüche der verwöhntesten Camper erfüllt. Es fehlt uns hier an nichts. Die Anlage ist top gepflegt, die Sanis blitzsauber, sogar ein Pool steht uns zur Verfügung. Herz, was willst Du mehr. Wir genießen diese Zeit.....

Rund um Mond-, Atter- und Wolfgangsee

Montag, 13. Juni

Laut Wetterbericht sollen sich auch heute regnerische- und sonnige Phasen miteinander abwechseln. Unbeirrt davon machen wir uns nach dem Früh- (bei uns wohl besser Spätstück) fertig und starten zu einer Spritztour durch das Salzburger Seenland. Zunächst fahren wir in den 4 Kilometer entfernte Ort Mondsee, starten dort dem Schloss und der Basilika einen Besuch ab, bummeln zum gleichnamigen See hinunter und fahren nach gut zwei Stunde weiter an den Attersse. In Weißenbach holt uns justament an dem Ort die Vergangenheit ein, an dem wir vor exakt 22 Jahren bei unserem ersten Ösiland-Besuch gewesen sind. Wir machen, genau wie damals, die gleichen Fotos an gleicher Stelle und fahren dann bei eitel Sonnenschein weiter nach Strobl und Sankt Wolfgang. Beides sind für uns gut bekannte Orte. In St. Wolfgang haben wir bereits in den Jahren 2000 und 2003 schöne Tage auf einem Bauernhof (Hauslhof) verbracht. Bevor der große Regen kommt, kaufen wir im Spar-Markt von Strobl noch mal ein. Bei strömendem Regen und einer Flasche Grüner Veltliner (was sonst im Ösiland) lassen wir den Tag gemütlich im Vorzelt ausklingen.

Ein schöner Tag im Schloss

Mittwoch, 15. Juni

Nach dem gestrigen Ruhetag, den wir mehr oder weniger faul im Camp Mondseeland verbracht haben und dessen einziger Höhepunkt die selbst zubereiteten Bratkartoffeln am Abend waren, entscheiden wir uns heute bei der Wahl zwischen einem Trip nach Salzburg und einem Besuch des Schlosses Hellbrunn für letzteres. Die Vorzeichen stehen gut, zumal es sich nach dem Unwetter gestern Abend und dem starken Regen über Nacht gegen Mittag zusehends aufklärt. Wir machen uns reisefertig und umfahren zunächst Salzburg auf der A 1 und A 10 bis zum Schloss Hellbrunn. Schloss Hellbrunn erweist sich mit seinen weitläufigen Parkanlagen und seinen sensationellen Wasserspielen als ein beliebtes Ausflugsziel für Einheimische und Touristen. Wir löhnen die 12,50 Euriken p.P Eintritt und bekommen für unser Geld allein bei den Wasserspielen mit zahlreichen Wasserscherzen und verschiedenen beweglichen Figuren sowie zahlreichen skulpturengeschmückten Grotten allerhand geboten. Danach "lustwandeln" wir in den weitläufigen Parkanlagen und lassen uns zuletzt  im Schloss über dessen Erbauer Markus Sittikus (1466–1533) aufklären. Am späten Nachmittag machen wir uns auf den Heimweg, gönnen uns in Thalgau noch ein Stück Kuchen und eine Tasse Kaffee und beenden diesen schönen Tag mit einem leckeren Abendbrot und einer Flasche Grünen Veltliner im Vorzelt.

Frühstück bei IKEA

Donnerstag, 16. Juni

Etwas von der Norm abweichend beginnt unser Tag mit einem Frühstück bei IKEA in Salzburg. Damit befolgen wir einen der zahlreichen Vorschläge unserer österreichischen Nachbarn, einem Senioren-Ehepaar aus Bregenz. Bei IKEA lässt es sich nicht nur preiswert frühstücken, sondern auch kostenlos parken. Von hier aus fahren wir mit dem Bus in die Salzburger Altstadt, steigen am Mirabellplatz aus und spazieren zunächst durch die prächtigen Gartenanlagen des gleichnahmigen Schlosses. Danach überqueren wir auf dem Makartsteg die Salzach und bummeln bei schönstem Sommerwetter und Temperaturen an die 30 Grad stundenlang durch die engen Gassen der Altstadt. Mit uns natürlich tausende von Touristen, von denen uns einmal mehr die mit Selfie-Stangen bewaffneten Damen aus Japan auf den Geist gehen. Etwas pflastermüde treten wir nach einem kräftigen Imbiss in einem "Backwerk-Shop" am Hanuschplatz die Rückfahrt mit dem Bus zum Europapark an, um mit unserem Auto über die Westautobahn zurück zu unserem Campingplatz zu fahren. Auf Einladung unserer österreichischen Nachbarn verbringen wir einen unterhaltsamen Abend in deren Vorzelt, bevor auch dieser schöne Tag erst kurz vor Mitternacht zu Ende geht.

Wieder in Old Germany

Sonnabend, 18. Juni

Soooooo, heute heißt es Adieu zu sagen vom schönen Mondseeland, vom schönen Österreich und last but not least von unseren liebenswerten Nachbarn Helena und Helmut K. aus Bregenz. Die beiden haben es sich nicht nehmen lassen, uns beim Ankoppeln des Wohnwagens etwas behilflich zu sein, bevor wir uns nach einem kleinen Fotoshooting herzlich voneinander verabschieden. In wenigen Minuten sind wir auf der Autobahn und holen nach etwas zähem Verkehr an der Grenze auf der ersten Raststätte in Bayern das ausgefallene Frühstück nach. Bis zum Chiemsee ist es nur ein Katzensprung und so checken wir schon kurz vor der Mittagspause auf dem kleinen Campingplatz "Seehäusl" im Chieminger Ortsteil Stöttham ein. Mit unserem Stellplatz direkt am See sind wir genauso zufrieden, wie mit dem freundlichen Empfang in der Rezeption. Gern nehmen wir das Angebot an, unseren Wohnwagen zentimetergenau auf unseren Platz rangieren zu lassen. Danach steht unser Vorzelt im Handumdrehen und ebenso schnell ist auch der Einkauf, einschließlich lecker Kaffee und Kuchen,  im örtlichen EDEKA getätigt. Abends ist Grillen angesagt und nach einem ersten Rundgang über den Platz sind wir der Meinung, es auch hier recht gut getroffen zu haben.

Rund um den Chiemsee

Montag, 20. Juni

Nach dem gestrigen völlig verregneten Sonntag, versuchen wir heute als erstes den Wettergott mit einem original bayerischen Weißwurschtfrühstück wieder gnädig zu stimmen. Wie sich im Laufe des Tages herausstellt, scheint uns das recht gut zu gelingen. Schon gegen Mittag reißt der Himmel auf, was uns zu einer kleinen Spritztour mit dem Auto rund um den Chiemsee ermutigt. Wir schauen uns mehrere Campingplätze am Nordufer an und machen in Gstad einen ersten Halt. Der völlig auf Tourismus eingestellte Ort hat sich ebenso herausgeputzt, wie das wenige Kilometer weiter entfernte Prien. Wir spazieren gemütlich zuerst durch Gstad und dann durch Prien, wobei in Prien ein großes Tortenstück Schwarzwälder Kirsch und eine Tasse Kaffee für den Chauffeur abfallen. Nach einem Abstecher zum Priener Schiffsanleger setzen wir am späten Nachmittag unsere Seeumrundung fort, kommen dabei aber etwas vom Kurs ab. Wieder auf Heimatkurs stoppen wir in Chieming an einem Hendlstand, womit auch das heutige Abendbrot gesichert ist. Weißwurst am morgen, Schwarzwilder Kirsch-Torte am Nachmittag und ein Grillhendl am Abend: mehr geht nicht. Oder doch? Aber sicher dat: Zum Ausklang des Tages trinken wir noch genüsslich einen trockenen Spätburgunder im Vorzelt, bevor wir uns einmal mehr erst kurz vor Mitternacht aufs Ohr hauen.

Eine Seefahrt die ist lustig

Mittwoch, 22. Juni

Der Wetterbericht sagt zumindest für die nächsten drei Tage schönstes Sommerwetter voraus. Grund genug, einen bereits am Montag gefassten Plan in die Tat umzusetzen. Deshalb galt es früh aufzustehen, um sich nach einem ausgiebigen Frühstück mit dem Dampfer auf "hohe See" zu begeben. Wir schippern zunächst mit dem Ausflugsdampfer "Irmintraud" ab Chieming bis zur Herreninsel, um im Schloss Herrenchiemsee auf den Spuren von Ludwig II, Bayerns umtriebigen König von 1864 bis 1886, zu wandeln. Das Schloss des Märchenkönigs erreichen wir erst nach einem 20 minütigen Fußmarsch über die Insel. Wie sich im Verlauf der Führung herausstellt erweist sich der halbfertige Prunkbau als eine pompöse Kopie des Versailler Schlosses. Wir tuckern mit Dampfer "Joseph" hinüber zur Fraueninsel, umrunden die Insel zu Fuß und genehmigen uns unterwegs einen leckeren Fisch-Imbiss. Weiter geht's mit dem Schaufelraddampfer "Ludwig Fessler" hinauf zum Nordufer bis Seebruck, bevor wir am späten Nachmittag unseren Ausgangspunkt Chieming erreichen. Eine leckere Eisschokolade, ein kühles Bier am Abend und ein bisschen Fußball im Fernsehen runden diesen schönen, sonnigen Tag ab. 

Heiße Tage am Chiemsee

Donnerstag, 23. Juni

Mit Temperaturen um die 30 Grad wird uns am letzten Tag hier am Chiemsee ein außergewöhnlich heißer Tag beschert. In Anbetracht der sengenden Sonne verzichten wir auf jede Art Unternehmungen und verbringen unseren letzten Tag größtenteils Schatten suchend auf unserem Stellplatz unmittelbar am oder im Wasser. Am Abend beginnen wir mit dem Abbau unseres Camps, bezahlen in der Rezeption unsere Rechnung (ASCI-Tarif 17 Euro/Tag zuzüglich Kurtaxe) und legen uns nach einem Abschiedsflascherl Rotwein etwas früher aufs Ohr.

"Pfiat di" Bayern - hoamwärts geht's

Freitagd, 24. Juni

Die Woche am Chiemsee vergeht wie im Fluge. Heute heißt es nun Abschied zu nehmen von diesem wunderschönen Platz am "Seehäusl". Nachdem wir uns bereits gestern reisefertig gemacht haben, machen wir uns schon gegen sechs Uhr morgens auf die Reise Richtung Norden.  Obwohl wir am Freitag mit einem starken Verkehrsaufkommen rechnen, kommen wir auf der A 8 bis München gut voran. Gefrühstückt wird auf einem Rastplatz nördlich von München. Dann geht es bei prächtigem Sommerwetter weiter auf der A9 bis Nürnberg, wo wir ein kurzes Stück auf der A 3 Richtung Frankfurt fahren, bevor wir auf der A 73 über Erlangen und Bamberg Kurs auf Thüringen nehmen. Den Rennsteig unterqueren wir gegen Mittag und erreichen bereits am frühen Nachmittag nach ca. 460 Kilometern unser Tagesziel, den Campingplatz Oberhof, etwas unterhalb des gleichnamigen Kurortes. Der Platz kann in keiner Weise mit den vorausgegangenen Plätzen mithalten, aber das soll er auch nicht. Schließlich wollen wir hier nur zwei Tage bleiben, bevor wir uns am Sonntag auf die letzte Etappe nach Oschersleben machen.

Alles hat ein Ende.....

Sonnabend, 25. Juni

Morgen geht unsere vierwöchige Tour zu Ende, denn morgen geht's unwiderruflich nach Hause. Heute aber denken wir noch nicht daran. Trotz einiger Regenschauer und einem leichten Temperaturrückgang machen wir uns noch einmal einen schönen Tag. Nach dem Früh-, pardon Spätstück gegen 11 Uhr, machen wir uns noch einmal "stadtfein" und düsen mit dem Auto in den Ort, der unserem Campingplatz seinen Namen gibt. Es geht nach Oberhof, jenem Kurort, der schon zu DDR-Zeiten eine der thüringischen Top-Adressen war und alljährlich besonders im Winter viele Gäste anzieht. Wir parken etwas außerhalb der Stadt und wandern zumindest symbolisch ein par Meter auf dem Rennsteig bis ins Zentrum des Kurorts. Ehrensache, dass unser Mittagessen in Thüringen ein Thüringer Rostbrätl und eine Thüringer Rostbratwürst sind. Nach einem Spaziergang durch Oberhof und einem Einkauf im örtlichen tegut-Markt sind wir gegen 18 Uhr wieder in unserem Camp und lassen den Abend und unsere wunderbare Reise durch Tschechien, Österreich und Deutschland bei einer Flasche Grüner Veltliner noch einmal Revue passieren.

Die Heimat hat uns wieder

Sonntag, 26. Juni

Gegen 9 Uhr verlassen wir Oberhof Camping und kommen bei geringem Verkehr auf der A 71 sehr gut voran. Gefrühstückt wird traditionell auf einem Rastplatz an der Autobahn - diesmal kurz vor Erfurt. Dann fahren wir erstmals auf der neuen A 71 weiter bis zur Südharzautobahn (A 38), legen in Mansfeld eine kurze Pause ein und erreichen Oschersleben bereits gegen 13 Uhr.

Damit haben wir nach der Holland-Tour im April auch unsere zweite große Reise in diesem Jahr  mit insgesamt fast 50 Wohnwagenübernachtungen (!) erfolgreich abgeschlossen. Wir sind dankbar diese für uns unvergessliche Tour über fast 2000 Kilometer gesund und munter geschafft zu haben und möchten uns abschließend auch bei unseren Camper- und Facebook-Freunden, die unsere Reise hier im Blog verfolgt haben, herzlich für ihr Interesse bedanken.