Zur Heideblüte in die Lüneburger Heide

Wenn abends die Heide träumt

Knapp drei Wochen sind seit unserer Tour an die Ostsee vergangen, bevor wir unser rollendes Schlafzimmer wieder an den Haken nehmen, um neue Ziele anzusteuern. Mit dem Vorsatz, einen Campingplatz möglichst nahe am Naturpark Lüneburger Heide zu finden, sind wir am vergangenen Donnerstag frohgemut ins benachbarte Niedersachsen gefahren.

Bei der Suche nach einem geeigneten Stellplatz für unsere Wohndose standen die allesamt über die Autobahn A 7 gut zu erreichenden Campingplätze bei Garls- und Egestorf sowie in Behringen ganz oben auf unserer Wunschliste. Letztendlich, bzw. nach intensiver Recherche im Internet entscheiden wir uns für den Campingplatz Brunautal in Behringen.

Auf dem kleinen Platz am Brunausee, unweit der Autobahn,  richten wir uns am Donnerstag Nachmittag für etwa vier bis fünf Tage häuslich ein, um von hier aus Radtouren und Wanderungen in den nahe gelegenen Naturpark zu unternehmen.

Das Wetter meint es mal wieder gut mit uns, so dass wir gleich am Freitag Vormittag mehr oder weniger kräftig in die Pedalen treten und über das nur ein paar Kilometer entfernte Oberhaverbeck weiter in Richtung Wilseder Berg (169 m)  fahren. Im Herzen des Naturparks rings um Wilsede und Undeloh sind wir schon des öfteren mit den Rädern gewesen. Zuletzt  im August 2009 und 2011. Nach einer herrlichen Tour durch die blühende Heide treffen wir am frühen Nachmittag wieder in unserem Camp ein und fahren mit dem Auto noch schnell auf ein Eis nach Bispingen hinüber.

Wanderung durch das Pietzmoor

Der Sonnabend steht ganz im Zeichen einer Wanderung durch das Pietzmoor bei Schneverdingen. Obwohl wir wahrlich keine guten Wandersleute sind, bewältigen wir den etwa 5 Kilometer langen Rundkurs trotz sommerlicher Temperaturen von um die 30 Grad ohne Mühe. Ein Picknick in der Heide und eine Flasche trockener Dornfelder "daheim im Camp" beschließen diesen schönen Tag.

Nach der Radtour und der Wanderung an den vorausgegangenen Tagen lassen wir es am Sonntag etwas ruhiger angehen. Wir verbringen den Tag mehr oder weniger faul in unseren Liegestühlen an der an unserem Stellplatz munter vorbei plätschernden Brunau. Wir werden erst am Nachmittag wieder aktiv, als es gilt dem örtlichen Seefest, bzw. dessen üppigem Tortenbuffet einen Besuch abzustatten. Hier lassen wir uns Kaffee und Kuchen schmecken und beobachten das bunte Treiben am Brunausee.

Der am Sonntagabend angekündigte Wetterumschwung veranlasst uns, unsere Zelte auf diesem schönen Platz bereits am Montag abzubrechen. Somit fahren wir nach vier sonnigen Tagen bei strömendem Regen über die A 7 wieder heimwärts und erreichen Oschersleben am frühen Nachmittag.