Von Frankfurt bis Bamberg am Main entlang

 

Zwischenstopp am Niedermooser See

Freitag, 6.Juni

Heute beginnt sie - unsere Sommertour 2014. Seit gestern stehen wir auf dem Campingplatz am Niedermooser See im nordhessischen Landkreis Vogelsberg.

Die Anreise hierher über den Harz, Göttingen und Kassel verlief mit einer Pause im Südharz völlig entspannt. Fotos

Der Wetterbericht hat über Pfingsten tolles Sommerwetter vorausgesagt. Trotz der begehrten Stellplätze unmittelbar am See bringen wir unseren Wohnwagen etwas oberhalb des Sees unter einem schattenspendenden Baum in Stellung. Der Blick über den See ist nur von kurzer Dauer, im Laufe des Tages wird der vorwiegend von Dauercampern belegte Platz von einer großen Anzahl Tagesgäste wie wir in Beschlag genommen. Die uns den Seeblick nehmenden Nachbarn gegenüber sind aber ausgesprochen nett, so dass sich im Handumdrehen eine gute Nachbarschaft entwickelt. So bahnt sich zu zwei jungen Männern mit Hund Lotte aus Babenhausen eine ebenso gute Camperfreundschaft an wie mit dem jungen Ehepaar mit zwei kleinen Kindern aus Friedberg plus Eltern, die uns mit ihrem Wohnmobil ebenfalls gegenüber stehen.

Pfingsten im Vogelsberg und in Fulda

Sonntag, 8.Juni

Bei Temperaturen von über 30 Grad unternehmen wir am heutigen Pfingstsonntag einen Ausflug auf den Hoherodskopf, den mit 764 Meter zweithöchsten Berg im Vogelsberg.

Dort oben weht eine frische Brise, so dass wir der brütenden Hitze etwas entfliehen können. Nach einer Abfahrt auf der Sommerrodelbahn machen wir noch einen Abstecher in das kleine Dorf Radmühl, wo wir uns beim Kirmesfest der örtlichen Feuerwehr Kaffee und köstlichen, vor allem preisgünstigen Kuchen schmecken lassen.

So gestärkt fahren wir dann weiter über Freiensteinau in Richtung Fulda und spazieren dort etwa zweieinhalb Stunden durch die Altstadt, bevor wir in den frühen Abenstunden unser Camp am Niedermooser See erreichen.

In Lauterbach hab' ich mein' Strumpf verloren

Dienstag, 10. Juni

Am vorletzten Tag  am Niedermooser See besuchen wir die kleine aber feine Stadt Lauterbach. "In Lauterbach hab' ich mein' Strumpf verloren", heißt es im Lauterbacher Strumpflied. Wir wissen zwar nicht warum, das ist uns aber auch völlig egal. Nachdem wir unseren Rundgang durch die historische Altstadt mit einem lecker Eis beim Italiener gekrönt haben, beginnen wir im Camp so langsam damit, unsere sieben Sachen zu packen. Morgen geht es weiter in Richtung Frankfurt, wo wir auf dem Campingplatz Mörfelden von lieben Camperfreunden erwartet werden. 

Sonnige Tage auf dem Campingplatz Mörfelden

Mittwoch, 11. Juni

Nachdem wir heute morgen bei strömendem Regen unsere Zelte am Niedermooser See abgebrochen haben, geht es über die Autobahn A 66 schnurstracks auf Frankfurt zu.

Der unmittelbar an der Autobahn A 5 gelegene Campingplatz ist nach etwa 100 recht entspannt gefahrenen Kilometern schnell gefunden. Groß ist die Freude beim Wiedersehen mit Ingeborg und Harald, die uns anlässlich Ingeborgs 65. Geburtstag hierher eingeladen haben. Darüber hinaus lernen wir mit Ulrike und Michael sowie Olaf und Anke bereits am Anreisetag neue Camperfreunde aus dem Tabbert-Forum kennen. Kurz nach uns treffen Inge und Siggi aus Hannover ein, die von hier aus weiter in Richtung Korsika fahren wollen. Während die Göttinger Gabi & Werner sowie Moni und Inge aus Wittingen erst morgen hier anrollen werden - ebenfalls morgen werden auch noch zwei Tabbert-Gespanne aus Dresden (Doris & Detlef) und Nordhausen (Carola & Jens) erwartet.  Wir sind gespannt und freuen uns auf die nächsten Tage.

Ausflug nach Darm- und Weiterstadt

Donnerstag, 12. Juni

Den Tag vor Ingeborgs großer Geburtstagssause in Büttelborn verbringen wir mit einem Ausflug nach Darmstadt und nach Weiterstadt.

Auf dem Weg dorthin machen wir bei einem Caravanhändler Halt, um den an unserer Thetford-Kassette verlorenen Deckel zu kaufen. So ganz nebenbei sehen wir uns dort noch einige schicke Wohnwagen und -mobile an, sind uns aber mal wieder einig, mit unserem Schneckenhaus recht "campernah" ausgestattet zu sein. In Darmstadts Zentrum einen Parkplatz zu finden, endet letztendlich mit der Fahrt in ein Parkhaus. Nach gut drei Stunden klettern wir recht fußlahm wieder in unser Auto und fahren wieder in Richtung Campingplatz. Nachdem wir in Weiterstadt, auf Wunsch der Muddi, an dem riesigen Kaufhaus "Segmüller" nicht vorbei kommen, versorgen wir uns in einem nahe gelegenen Getränkemarkt mit den nötigen Getränken für die nächsten Tage.

Ingeborgs Geburtstag

Freitag, 13. Juni

Heute feiert Ingeborg ihren 65. Geburtstag, zu dem neben uns, wie bereits erwähnt, sechs weitere Gespanne auf dem Mörfelder Campingplatz angereist sind.

Vormittags geht es von hier aus per Taxi hinüber nach Büttelborn, wo uns das Geburtstagskind einschließlich treusorgendem Ehemann zum liebevoll hergerichteten Brunch empfängt. Neben unserer bunt zusammen gewürfelten Campertruppe sind noch zahlreiche liebe Gäste aus Ingeborgs Nachbarschaft und Freundeskreis erschienen. Bei strahlendem Sonnenschein verbringen wir am Hause unserer umsichtigen Gastgeber fröhliche Stunden. Dass wir erst am späten Nachmittag wieder auf unserem Campingplatz waren, ist zum einen der super Feier und zum anderen einem unzuverlässigen Taxifahrer geschuldet. Man hat uns schlichtweg vergessen. Nur gut, dass Tabbert-Olaf so nett ist und uns zurück nach Mörfelden kutschiert. Hier geht die feuchtfröhliche Feierei mit allen Anzeichen innerer und äußerer Freude lustig weiter und hat erst in den frühen Morgenstunden ein Ende, als der Mond bzw. die Säufersonne prächtig vom Himmel strahlt. Was für ein schöner Tag - Danke Ingeborg und Harald!!! 

Ein Streifzug durch Mainhatten

Samstag, 14. Juni

Nach der Geburtstagsfeier lassen es sich unsere Gastgeber nicht nehmen, ihre ganze Campermeute zu einem Stadtbummel durch Frankfurt einzuladen. Los gehts am Vormittag mit der Anreise per Auto zu einem nahe gelegenen Vorortbahnhof. Von hier aus geht es mit der Bahn direkt in die City, wo man von soviel senkrecht stehendem Beton und Glas förmlich erschlagen wird. Wir flanieren auf Frankfurts beliebtester Einkaufsmeile, der Zeil, deren besondere Attraktion das spektakulär gestaltete Einkaufszentrum "My Zeil" ist.

Gleich nebenan pilgern wir dann durch das ebenfalls futuristisch anmutende Einkaufszentrum "Zeilgalerie".  Die Auffahrt zum berühmten Main-Tower scheitert leider an der all zu langen Wartezeit. Stattdessen nehmen wir Kurs auf Alt-Sachsenhausen, um in einer der zahlreichen  „Eppelwoi-Wertschafte", auf langen Bänken an Holztischen sitzend unser „Stöffche“ aus dem „Gerippten“, das heißt den Apfelwein aus dem gerippten Apfelweinglas zu trinken. Dazu gibt es Frankfurter Spezialitäten wie Rindfleisch mit Grüner Soß' oder Handkäs' mit Musik. Zum Ausklang des Tages laden Ingeborg und Harald noch einmal zu einem gemeinsamen Essen in ein dem Campingplatz gegenüber liegendes Restaurant ein. Danach sitzen wir noch bis weit nach Mitternacht vor unseren Wohnwagen zusammen und lassen bei einigen edlen Getränken die Ereignisse des Tages noch einmal Revue passieren.

Miltenberg - erste Station auf unserer Tour am Main

Montag, 16. Juni

Nun heißt es Abschied zu nehmen von unseren Gastgebern Ingeborg und Harald sowie unseren alten und neuen Camperfreunden. Nach und nach macht sich ein Gespann nach dem anderen auf den Heimweg oder steuert  neue Reiseziele an.

Für uns beginnt nun die seit langem geplante Tour immer unmittelbar bzw. so dicht wie möglich am Main entlang. Nachdem wir uns herzlich von unseren Gastgebern verabschieden, nehmen wir zunächst Kurs auf Seligstadt, wo das Maintal beginnt, das wir mindestens bis Bamberg durchfahren wollen. Nach nur 80 Kilometern haben wir unser heutiges Tagesziel Miltenberg erreicht. Der Campingplatz Mainwiese ist schnell gefunden und mit etwas Glück ergattern wir auch noch den letzten Uferplatz. Von hier aus genießen wir einen herrlichen Blick über den Fluss auf die Miltenberger Altstadt. Am Abend sehen wir uns das WM-Gruppenspiel gegen Portugal an. Unseren ersten Reisetag lassen wir dann mit zwei Runden Skibpo und einem trockenen Weißen ausklingen. Morgen wollen wir mit den Rädern eine kleine Spritztour auf dem Main-Radweg unternehmen.

Sonnige Tage in Wertheim-Bettingen

Mittwoch, 18. Juni

Nach zwei Tagen im schönen Miltenberg sind wir inzwischen, immer am Main stromaufwärts fahrend, in Bettingen, einem kleinen Ortsteil von Wertheim angekommen.

Der Campingplatz wird von einer holländischen Familie geführt und ist zu 80 Prozent von unseren Camperfreunden mit dem gelben Nummernschild besetzt. Den Vorteil, mit der ACSI-Card einen Rabatt zu bekommen, nutzen wir sehr gern, müssen aber blöderweise Kurtaxe an das 12 km entfernte Wertheim abdrücken.

Nachdem wir uns entschließen, auf unserem direkt am Mainufer gelegenen Stellplatz zwei, maximal drei Tage zu verbringen, genießen wir das schöne Wetter und lassen es uns rundum gut gehen. Während gestern ein Ausflug mit dem Auto nach Wertheim, einschließlich Stadtbummel durch die Stadt an der Taubermündung auf der Tagesordnung stand, war der männliche Teil unser zweiköpfigen Reisgruppe heute Nachmittag einige Kilometer mit dem Rad auf dem Main-Radweg in Richtung Wertheim unterwegs. Dass Wertheim-Village gleich umme Ecke liegt, verschweige ich meiner treusorgenden Reisebegleiterin sicherheitshalber.

Von Wertheim über Karlstadt nach Würzburg

Sonntag, 22. Juni

Die sonnigen Tage am Mainufer auf dem CP Bettingen vergehen wie im Fluge. Inzwischen sind wir, getreu unserer Reisplanung, am Donnerstag, 19.6., am schönen Main weiter gefahren und stehen nun auf dem CP "Kalte Quelle", in der Nähe von Würzburg.

Unsere Reise hierher führt uns mal links und mal rechts vom Main auf kleinen Landstraßen über Marktheidenfeld nach Lohr und von hier aus auf der B 26 zunächst weiter nach Karlstadt. Karlstadt ist die Kreisstadt des Main-Spessart-Kreises und liegt im Regierungsbezirk Unterfranken. Hier bietet sich gegen Mittag die Gelegenheit, unser Gespann in der Nähe des örtlichen Campingplatzes abzustellen und zu Fuß die wunderschöne Altstadt zu erkunden.  

Dass wir dabei das Angenehme gleich mit dem Nützlichen verbinden, ist eigentlich nur Chronistenpflicht. Dennoch erinnern wir uns sehr gern an die köstliche Mittagsmahlzeit im Restaurant "Zum Fehmelbauer", wo wir uns echt fränkisch "Schäufele" und "Knödel" munden lassen.

Am späten Nachmittag fahren wir dann weiter und müssen mit unserem Gespann mitten durch Würzburg, um unseren Campingplatz zu erreichen. Nur gut, dass in Bayern Frohnleichnam ein Feiertag ist. So hält sich der Verkehr im Stadtzentrum in Grenzen und wir erreichen problemlos unser Tagesziel.

Hier stehen wir abermals direkt am Mainufer auf einem Campingplatz, der zumindest im sanitären Bereich nicht unbedingt unsere Erwartungen erfüllt. Höhepunkt unseres Aufenthalts ist ohne Zweifel unser Tagesausflug nach Würzburg. Wir fahren mit dem Auto bis zur Residenz und finden auf dem Residenzplatz eine günstige Parkgelegenheit für unseren Stadtbummel.

Shopping in Kitzingen

Montag, 23. Juni

Aber auch der heute unternommene Ausflug nach Kitzingen hat seine Reize, zumal die Muddi auf der Suche nach einem luftigen Oberteil in einer Klamotten-Botique fündig wird. Der Abend steht dann ganz im Zeichen von König Fußball, als es gilt, gegen Ghana das zweite Gruppenspiel zu gewinnen. Lt. Reiseplan wollen wir am morgen weiter mainaufwärts fahren und mit Escherndorf einen uns gut bekannten Ort an der Mainschleife ansteuern.

Escherndorf - wo der Lump die Sinne verzaubert

Nach den mit um die 20 Grad etwas kühleren Tagen auf dem CP "Kalte Quelle", nahe Würzburg, stehen wir nun schon seit ein paar Tagen auf dem CP "Mainschleife" in Escherndorf

Die Fahrt von Würzburg über Ochsenfurt, Kitzingen und Dettelbach verläuft stets in Sichtweite zum Main, der bei Volkach einen gewaltigen Bogen, die so genannte Mainschleife, macht.

Auf diesem schönen Platz haben wir bereits vor zwei Jahren am Ende unserer Tour durch das Elsass und Süddeutschland Station gemacht und mit unseren Camperfreunden Gabi und Werner aus Göttingen sowie Ingeborg und Harald aus Büttelborn feuchtfröhliche Tage verbracht, die mit dem Weinfest und dem "Escherndorfer Lump" - der bekanntesten Weinlage dieser Region - beim Winzer Urban Zank ihren Höhepunkt hatten. Click

Kurz nach unserer Ankunft, gegen 11 Uhr, haben wir das Glück, den Platz eines abreisenden Gespanns unmittelbar am Mainufer übernehmen zu können.

Auf Grund des schönen Wetters entschließen wir uns, drei Tage hier zu bleiben. Die Zeit verbringen wir größtenteils mit augiebigem Faulenzen unter strahlend blauem Himmel. Auf dem Plan steht aber auch ein Ausflug in das nahe gelegene Städtchen Volkach, dem Sitz der hiesigen Verwaltungsgemeinschaft.

Bamberg - Weltkulturerbe und gutes Bier

Freitag, 27. Juni

Wir verlassen Escherndorf bei wolkenbedecktem Himmel und nehmen Kurs auf Bamberg. Zunächst fahren wir auf Landstraßen in unmittelbarer Nähe zum Main. Beim Versuch, Schweinfurts Zentrum zu meiden, kommen wir auf Grund einer Umleitung gehörig vom Kurs entlang des Mains ab

Aber getreu dem Motto "viele Wege führen nach Bamberg" rollen wir nun auf der B 286 und später auf der B 22 durch den schönen Steigerwald und fernab vom Main auf Bamberg zu. Bamberg liegt bekanntlich nicht unmittelbar am Main, sondern wird von der Regnitz durchflossen. Die Ausschilderung zum Insel-Camping im Bamberger Ortsteil Bug ist nicht zu übersehen und so stehen wir schon gegen Mittag vor der Schranke zum Campingplatz. Nach problemlosem Check-Inn und freier Platzwahl auf dem bis auf das Regnitzufer nicht parzellierten Areal, bekommen wir nicht nur einen der begehrten Plätze am Fluss, sondern auch überaus nette Nachbarn aus Thüringen und Sachsen. Gemeinsam bilden wir zunächst eine mitteldeutsche Reihe. Später gesellen sich noch ein Ehepaar aus dem bayerischen Landsberg und dem nordrhein-westfälischen Bergisch-Gladbach zu uns. 

Der Campingplatz besticht neben zwei älteren Sanitärgebäuden mit einem hochmodernen super Sanitärbereich, in dem man über zwei Etagen jeglichen Komfort vorfindet.

Neben der üblichen Camperbeschäftigung, die hier auf Grund des herrlichen Sommerwetters vorwiegend aus Faulenzen in unseren Liegestühlen besteht, haben wir selbstversändlich auch einen ausgiebigen Stadtbummel im Programm. Hier bietet sich die gute Busverbindung in Bambergs Innenstadt förmlich an und schwuppdiwupp stehen wir mitten in der Altstadt und wenig später im altehrwürdigen Dom. Hier erfahren wir, dass der romanische Dom St. Peter und St. Georg zu den deutschen Kaiserdomen gehört und mit seinen vier Türmen das beherrschende Bauwerk des Weltkulturerbes Bamberger Altstadt ist. Im Inneren befinden sich der Bamberger Reiter und das Grab des einzigen heiliggesprochenen Kaiserpaars des Heiligen Römischen Reichs sowie das einzige Papstgrab in Deutschland und nördlich der Alpen. Nach einem Rundgang durch den hinter der Neuen Residenz liegenden wunderschönen Rosengarten bummeln wir wieder in die Altstadt hinunter und lassen uns in einer der zahlreichen Gaststätten Spezialitäten aus der fränkischen Küche und selbstverständlich auch das köstliche Rauchbier im Schlenkerla schmecken.

Zurück im Camp haben unsere beiden netten Nachbarn, Claudia und Andreas  aus Bergisch-Gladbach, unser Camp bereits fußballweltmeisterlich geschmückt, bevor wir uns gemeinsam das letzte WM-Gruppenspiel Deutschland gegen USA (1:0) ansehen. Die beiden reisen am nächsten Tag ab - wir bleiben noch einen Tag länger und genießen das herrliche Sommerwetter am Regnitzufer.

Bad Kösen - die Heimat hat uns wieder

Sonntag, 29. Juni

Wegen des etwas länger als geplanten Aufenthalts in Escherndorf und Bamberg geraten wir etwas in Zeitnot. Fakt ist, dass wir am Montag wieder zuhause sein wollen bzw. müssen, weil wir in der kommenden Woche auch noch die Tour an die Ostsee auf der Liste haben.

Mit dem Vorsatz, zunächst weiter am Main entlang über Bad Staffelstein und Burgkunststadt in Richtung Kulmbach zu fahren, wo Roter und Weißer Main zusammenfließen, haben wir uns am Samstag vormittag vom Bamberger Inselcamping verabschiedet. 

Während der Fahrt durch Bamberg entschließen wir uns, aus Zeitgründen Kulmbach auszulassen und gleich in nördliche Richtung weiterzufahren. Eigentlich haben wir damit gerechnet, dass uns Fräulein Navi auf kürzestem Wege auf die A 73 lotst, die uns dann bei Suhl auf die A 71 bringt, so dass wir möglichst komfortabel den Thüringer Wald "unterqueren" können. Leider müssen wir unserem Fräulein Navigator versehentlich die Autobahn verboten haben und so rollen wir zunächst zwar ebenfalls recht komfortabel auf der B 4 über Coburg in Richtung Norden und sehen zunächst in den südlichen Ausläufern des Thüringer Waldes die A 73 hoch über uns, aber etwas später gar nicht mehr. Stattdessen kurvten wir mit unserem Gespann munter über den Rennsteig, machten in Stützerbach eine kurze Pause, weil uns eine Wurstbude mit Original Thüringer Bratwurst an der Weiterfahrt hindert und erreichen erst kurz hinter Ilmenau die A 71. Da sind natürlich in Sachen "rauf und runter" alle Messen gesungen - von nun ab geht es aber ganz bequem auf der A 71 bis zum Kreuz Erfurt und dann weiter auf der A 4, bevor wir auf der mit zahlreichen Blitzern ausgestatten B 87 hinter Bad Sulza Thüringen verlassen und kurz danach bereits sachsen-anhaltinischen Heimatboden unter den Reifen haben.

Von unserem Vorhaben, eventuell einen Stellplatz in Eberstedt, unweit von Bad Sulza, für 'ne Übernachtung zu nutzen, nehmen wir schnell Abstand. Dieser Stellplatz ist ein Witz und hält kaum das, was er auf seiner Internetseite verspricht.  Somit sind wir ganz schnell einer Meinung, stattdessen den nahe gelegenen Campinplatz an der Rudelsburg in Bad Kösen anzusteuern. Hier sind wir im Vorjahr bereits zweimal gewesen und wissen, was uns erwartet. Worüber wir allerdings nichts wissen, ist die unbeständige Wetterlage. Denn justament bei der Ankunft auf unserem Stellplatz beginnt es wie aus Eimern zu schütten. Wir ziehen uns ins Innere unseres Schneckenhauses zurück und warten ab. Nach dem Aufbau in den frühen Abendstunden fröhnen wir unserem Hobby mit drei Runden Skibpo und einem Bocksbeutel Silvaner. Da das Wetter tags darauf auch nicht viel besser ist, faulenzen wir den ganzen Tag auf dem Platz herum und belohnen uns obendrein noch mit einem köstlichen Essen aus der gegenüber liegenden Camping-Gaststätte. Das war es dann also erstmal, morgen gehts dann endgültig heim.